Sonntag, 30. Oktober 2011

Warum Schule dir den Schlaf raubt & deine Eltern mit dir ab heute nicht mehr über Bettgehzeiten zanken sollten

"Der frühe Schulbeginn zwischen 7:30 und 8:00 Uhr widerspricht dem Biorhythmus von Kindern und Jugendlichen", heißt es in einem Beitrag auf www.stern.de. Weiterhin wird berichtet, dass amerikanische Forscher Folgendes herausgefunden haben: "Bereits die Verlegung des Unterrichtsbeginns um nur 30 Minuten sorgte für eine Stunde mehr Schlaf, bessere Laune und Leistungen. Je älter die Schüler waren, desto mehr profitierten sie davon." Klingt wie eine simple Lösung. Was spricht dagegen?

Sonntag, 23. Oktober 2011

Stellenanzeige

Was würden deine Eltern dir raten, wenn du mit einer Stellenanzeige zu ihnen kämst, die folgendermaßen lautete:

Wir bieten:
  • 12 Jahre unbezahlte Arbeit (mit Verlängerungsoption bei gutem Verhalten um 6-10 Jahre)
  • wöchentliche Arbeitsstunden in Großraumbüro: 20-35 (sukzessive Steigerung), als zusätzliches Engagement werden mindestens 30 Min. Überstunden täglich erwartet
  • Tätigkeit überwiegend sitzend, nach vorgegebenem Zeitplan (Essenspausen klar geregelt, Toilettenpausen nach Absprache)
  • Aufgabenfeld nicht selbst ausgesucht, übereinstimmend mit dem Ihrer Kollegen (ungefragter Austausch während der Arbeitszeiten untersagt)
  • Am Ende (und zwar erst am Ende) ein Arbeitszeugnis, dessen Inhalt auch schlecht sein kann.
Würden Sie dir raten, dieses Angebot anzunehmen, oder lieber das Risiko einzugehen, etwas Besseres zu bekommen?

Samstag, 22. Oktober 2011

Über (frei) lernende Schulschwänzer

Mir sind zwei "schulschwänzende Jugendliche" begegnet, die nicht wussten, dass sie lernen.

Ein 15-jähriger Junge kam in die Praxis und erzählte, dass er seit ein paar Wochen nicht mehr in die Schule ginge. Eines Tages konnte er einfach nicht mehr hingehen. Er wusste nicht, warum. (Ich ahnte es.) Ihm kamen die Tränen, als er das sagte. Er konnte seine Reaktion einfach nicht verstehen. (Ich schon.)
Was er denn in den drei Wochen gemacht habe? Er war mit einem Kumpel die Schafe dessen Eltern hüten. Er habe mit anderen Kumpels Motorroller zusammengeschraubt. Als er von den praktischen, handwerklichen Tätigkeiten erzählte, die er gern machte, leuchteten seine Augen.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

"Gu-ten Mor-gen, Herr Leeeh-rer!"

Ich wohne gegenüber eines Gymnasiums. An einem warmen Sommertag vor den Ferien - alle Fenster unserer Wohnung und auch die der Schule waren weit aufgerissen - hörte ich plötzlich einen Kinderchor "Gu-ten Mor-gen, Herr So-wie-so!" salutieren. In dem Moment hielt ich etwas irritiert inne. Ist das heute immer noch aktuell, dass Schüler gemeinschaftlich aufstehen und den Lehrer einstimmig begrüßen (müssen)? Ich selbst kenne das Salutieren noch aus den ersten beiden Schuljahren in der damaligen DDR (damals hatte meine Lehrerin noch einen Jungen am Ohr packend vor die Tür verwiesen). Danach habe ich es nie wieder in meiner Schullaufbahn erlebt.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Was ist der Unterschied zwischen einem "Freilerner" und einem Schulschwänzer?

Zuerst einmal zwei Gemeinsamkeiten:
Beide sind junge Menschen, die nicht zur Schule gehen.
Beide folgen ihrer inneren Stimme, die ihnen sagt, was gut (und was nicht gut) für sie ist. Aber: der eine ist sich dessen bewusst, der andere nicht - womit wir bei den Unterschieden wären: